Projekt

Ludwig 2

Der Märchenkönig ist ein Klischee mit Burg. Neuschwanstein auf der Pralinenschachtel, Ludwig II. als Disney-Vorlage. Diese freie Arbeit nimmt die Figur zurück in die Schrift: ein typografisches Key Visual, in dem der Name selbst zum Bildraum wird. Eine editoriale Collage zwischen Landschaft, Architektur und Biografie.

Branche
Musical/Bühne

Ort
Füssen

Leistungen
Key Visual

Release
2022

Briefing

Herausforderung

Kaum ein deutscher Mythos ist so abgegriffen. Der König verschwindet hinter dem Schloss, das Schloss hinter dem Postkartenmotiv. Die Aufgabe lag darin, eine Bildsprache zu finden, die Ludwig II. ernst nimmt, ohne ihn zu verklären. Kein Kitsch. Kein Tourismusplakat. Stattdessen die Spannung, die die Figur ausmacht: Sehnsucht gegen Wirklichkeit, Traumwelt gegen Pflicht.

Ergebnis:

Der Name wird zum Gefäß. Jeder Buchstabe trägt einen Ausschnitt der Welt, in die sich Ludwig zurückzog: Alpenseen, Tannenschatten, die Silhouette einer Burg, Schwäne, eine alte Kamera als Verweis auf seine Bühnenbesessenheit. Das Bild liegt in der Schrift, nicht daneben.

Die Typografie ist schwer und aufrecht, fast monumental, und wird durch die Collage von innen aufgebrochen. So entsteht ein editoriales Key Visual, das im Plakatformat ebenso trägt wie in der redaktionellen Anwendung.

Focus on details

Im Detail arbeitet das Material: harte Buchstabenkanten gegen weiche Wolken, Architektur gegen Wasser, Schärfe gegen Nebel. Composing als Schichtarbeit, Maske um Maske, bis die Form steht.
Let's talk

Projektanfrage

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